Einschulung: Was kommt in die Schultüte?

Inhalt Schultüte

Ich weiß noch wie wichtig mit sechs Jahren meine Einschulung für mich war. Ein Riesenschritt und wahnsinnig aufregend. An ein paar Teile aus meiner Schultüte erinnere ich mich immer noch. Am faszinierendsten fand ich das Thermometer in Pandaform und kleine Brauseherzen waren auch drin. Dementsprechend hatte ich letzten Sommer leichten Druck, dass meine Große nicht enttäuscht ist, wenn sie in Ihre Schultüte guckt.

Wichtig war mir, dass nicht zu viele Süßigkeiten drin sind, nicht zu viel Plastikspielzeug und dass die Schultüte nicht zu schwer wird. Man muss ja doch damit rechnen, dass die frischen Erstklässler die Schultüte den ganzen Tag nicht aus der Hand geben.

Schultüte
Schultüte, Einschulung

Wenn man die Schultüte endlich gekauft, gebastelt oder genäht hat und davor sitzt, kommt sie einem ganz schön groß vor. Da geht wirklich eine Menge rein. Ich empfehle trotzdem, sie wirklich voll zu machen. Die Eltern eines Mitschülers meiner Großen hatten nur Sachen für die Federtasche in die Schultüte gepackt und den Rest dann mit Packpapier ausgestopft. Geht auch, aber nicht zufällig gibt es zur Einschulung hin in vielen Supermärkten die Aufsteller mit Schweinespeck oder Brausepulver-Ufos, die genau unten in die Schultüte passen. Vielleicht nimmt man dann lieber sowas als Füllmaterial. Packpapier ist natürlich gesünder, das Kind dann aber wahrscheinlich auch deutlich unfröhlicher.

Ganz praktisch war, dass meine Tochter mich schon mehrere Wochen im Voraus immer wieder zu Beschaffenheit und Inhalt der Schultüte befragt hat. Daher wusste ich dann ungefähr, worüber sie sich freuen würde. Hauptsächlich Süßigkeiten.
Weil ich aber nicht nur Naschi kaufen wollte, habe ich mich dafür entschieden, einen Mix aus Schnobkram, Schulsachen und Spielzeug zu nehmen.

Süßigkeiten für die Schultüte

In die bunte Tüte hab ich eigentlich alles reingepackt was geil ist, von Kirschcola bis saurem Schnuller. Die hat aber auch schon einiges gewogen, deshalb habe ich auch noch Schweinespeck und ein paar leichte Kleinigkeiten dazu gepackt. Das war so die Menge, bei der ich den Eindruck hatte, die kann ich ihr selbst überlassen. Ich wollte ungern die ganze Zeit nach der Einschulung hinter ihr herlaufen und „Aber nicht alles auf einmal essen“ rufen.

Vor der Einschulung bekommt man von der Schule eine Liste, was die Erstklässler an Ausrüstung brauchen. Zum Glück sind da auch Dinge drauf, die so klein sind, dass sie in die Schultüte passen.

Bleistift, Radiergummi, Schere und Buntstifte waren von der Schulliste. Das Heft habe ich ihr zum „Schule spielen“ für zu Hause mit reingelegt. Weil sie immer Tesa bei mir klaut, hat sie dann noch Washitape bekommen, das auch sehr schnell verbastelt wurde. Die Etiketten waren irgendwie ein Fehlgriff, weil sie in der Schule noch gar keine Bücher hatte, die sie einpapieren musste. Aber das kommt ja vielleicht noch.

Kleine Spielzeuge

Bei den Spielzeugen war meine Auswahl etwas durchwachsen. Während ich von der ersten bis zur sechsten Klasse quasi jede Pause Gummitwist gesprungen bin, interessiert meine Tochter das gar nicht. Das Langeweileroulette kommt leider kaum zum Einsatz, weil wir so selten freie Wochenenden haben. Der Superhelden Flieger war sofort kaputt und der Rubikwürfel hat auch ziemlich schnell den Geist aufgegeben. Das war vielleicht auch gut so, weil schon das kleine Geduldspiel mit dem Löwen meine Tochter richtig in Rage bringt. Die Murmeln habe ich tatsächlich wieder eingezogen, weil die quer durch die Wohnung verteilt haben. Auf alten Dielen ist das leider ein Perpetuum Mobile.
Richtig gut angekommen ist aber das Drecksau-Kartenspiel. Nicht nur, dass beide Kinder gern und oft Drecksau rufen, nein, tatsächlich ist die Spielmechanik auch gut und beruht nicht nur auf Zufall.

Gefunden habe ich die Sachen in unserem Spielwarenladen, in diesen Gedönsläden, die alles führen und unserem Partybedarfs- und Ballonladen, der auch einen Schultütentisch hatte.

Geschwistertüte

Mein Mann hat übrigens die Geschwisterschultüte gebaut, weil ich irgendwann untergegangen bin mit Geburtstags- und Einschulungsvorbereitungen. Das ist natürlich nicht nötig aber die Lütte hat sich super gefreut. Eigentlich war da auch nicht viel drin: Obstriegel, Rosinen und getrocknete Aprikosen, ein Lolli, Drops und ein fahrender Marienkäfer.
Das war bei der Einschulungsfeier ganz praktisch, weil die Lütte da ein bisschen beschäftigt war und etwas essen konnte.

Die Große hat übrigens schon gefragt, ob man wieder eine Schultüte bekommt, wenn man in die zweite Klasse kommt.

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