Meine 6-jährige zockt Nintendo Labo – Testbericht

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Dankenswerter Weise sind mir für die Testdauer von Nintendo Deutschland die Nintendo Switch, ein Nintendo Labo Multi-Set sowie 1-2-Switch und Kirby Star Allies leihweise zur Verfügung gestellt worden.

Es liegt in der Familie

Wir sind ein Zocker-Haushalt. Mit 5 Jahren saß ich erstmals am C64 und später hatte ich ab dem SNES immer eine Nintendo-Konsole bei mir stehen. Auch während des Studiums habe ich fröhlich MMORPGs (Massive Multiplayer Online Roleplaying Games) gezockt. Das war auch gut so, denn sonst hätte ich den Mann nie kennengelernt. Wer noch einen Gameboy und ein Dialogkabel hat, darf sich übrigens jederzeit gerne mit mir verabreden.

Gameboy, Nintendo

Nintendo Switch als Konsole to go

In der logischen Folge durfte meine Große jetzt die Nintendo-Switch ausprobieren. Natürlich erst, nachdem ich ein bisschen „Kirby Star Allies“ darauf gespielt habe und der Mann und ich „1-2-Switch“ über den Fernseher ausprobiert haben. Das geniale an der Konsole ist, dass man nicht nur zu Hause am Fernseher damit spielen kann, sondern sie auch ein Handheld, wie früher der Gameboy, ist. Mann kann sie also auch einfach vom Fernseher abstecken und dann unterwegs auf dem kleinen Bildschirm weiterspielen.

Nintendo Labo

Zum Glück sind wir nicht nur ein Zocker-Haushalt, sondern auch ein Bastel-Haushalt. Nintendo Labo ist nämlich die Kombination aus vorgestanzten Papp-Bastelbögen, aus denen man Geräte baut und der Nintendo Switch-Konsole, die man dann in die Pappe steckt, um dann mit diesem zusammengesetzten Gerät zu spielen.

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Für Origami-Liebhaber

Das Bauen der Papp-Gerätschaften, der Toy-Cons, hat meiner Großen total Spaß gemacht, so dass wir tatsächlich alle im Multi-Set enthaltenen Spielzeuge gebaut haben.

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Je nachdem, wie viele Teile verarbeitet werden, dauert der Bau auch schon mal ein paar Stunden. Das Schöne an den Toy-Cons ist, dass nichts nachlässig ausgestanzt ist oder schief zugeschnitten. Es passt alles haargenau und funktioniert, ohne dass man sich ärgern muss. Die Anleitung zum Bau bekommt man auf einem Modul mit dazu, so dass man sie nur vom Bildschirm ablesen braucht. 6-Jährigen muss man natürlich noch vorlesen, aber sobald die Kinder lesen können, geht das auch ganz allein, weil alles sehr verständlich und für Doofe erklärt ist (man kann aber auch vorspulen).

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Die Toy-Cons

In dem Multiset sind fünf verschiedene Toy-Cons enthalten: ein ferngesteuertes „Auto“, ein Haus, ein Motorrad, eine Angel und ein Klavier

Das „Auto“

Als erstes haben wir einen kleines Einsteiger-Robo-Gefährt gebaut, das nur wenige Teile hat und sich durch die Vibrationen über die Tischplatte bewegen kann. Da es keine Räder hat, sieht es zwar nicht aus wie ein Auto, sondern eher wie etwas, das das Imperium bauen würde, aber das ist ja sogar eher besser. Das Bauen ging schnell und es hat gleich Spaß gemacht, es fernzulenken.

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Das Klavier

Dann haben wir das Klavier gebaut. Das war für mich auch ein bisschen ein Test, wie meine Tochter mit einem Musikinstrument umgeht. Sie wollte nämlich auch schon eine Geige haben. Ich bin leider total unmusikalisch und daher bei solchen Wünschen notorisch skeptisch. Als Kind hatte ich aber auch ein Kinder-Keyboard, auf dessen Tasten mein Opa farbige Punkte geklebt hatte, so dass ich mit entsprechend übersetzten Noten darauf spielen konnte, ohne bereits Noten lesen zu können.

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Genauso funktioniert das Labo-Klavier auch, nur dass es nicht genug Tasten hat und man für einen Oktavenwechsel noch einen Schalter betätigen muss. Das Bauen hat wieder astrein geklappt, das hat sie ganz geduldig gemacht, obwohl es wirklich viele Teile sind.

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Das Spielen auf dem Klavier war ihr dann aber zu schwierig. Wir hatten ein kleines Liederbuch mit Kinderliedern, wo die Noten in Farben übersetzt waren. Lieder, die in einer Tonart bleiben, gingen so gerade. Leider muss man für die meisten Lieder zwischendurch umschalten und das war ihr dann noch zu viel.
Der Mann, der eigentlich der Musiker in der Familie ist, hat das noch ein paar Mal mit ihr probiert und ein paar Übungen gemacht. Leider hat ihr das keinen Spaß gemacht und sie ist auch immer richtig sauer geworden, wenn es nicht so geklappt hat, wie sie sich das vorgestellt hat.
Am tollsten fanden es eigentlich beide Kinder, von normalen Tönen auf den Katzenchor umzustellen und dann damit Lärm zu machen.

Das Haus

Ich nehme es mal vorweg: Wir haben einen neuen Mitbewohner.
Der absolute Liebling meiner Tochter war das Haus, in dem ein tamagotchiesques Tierchen wohnt. Meinen Tamagotchis war nie ein langes oder auch nur ein nicht ganz kurzes Leben beschieden, weshalb ich die nie gut leiden konnte. Meine Tochter hat das Tierchen aber in ihr Herz geschlossen und zum Glück kann es auch nicht sterben.
Sie hat dann auch richtig Energie entwickelt, um sich da reinzufuchsen und herauszufinden, was passiert, wenn man die verschiedenen Knöpfe in allen möglichen Kombinationen drückt. Es gibt eine Trillion Möglichkeiten mit kleinen Spielen Futter für das Tierchen zu erhalten, Törtchen daraus zu backen und dann sein Aussehen zu verändern. Bezeichnender Weise ist es in dem Labo-Haus meistens genauso unordentlich, wie in ihrem Kinderzimmer.

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Ich steh ja auf Easter Eggs, darum zeig ich Euch in einem kleinen Video mal, was nachts in diesem Haus passiert, wenn das Tierchen schläft.

Das Motorrad und die Angel

Wir haben dann auch noch das Motorrad und die Angel gebaut und angetestet. Rennen fahren und Fische aus dem Meer ziehen fand meine Große aber eher langweilig.

Fazit

Insgesamt muss man aber sagen, dass die Labo-Geschichte eine schöne Kombination aus Basteln und Konsolenspielen ist. Durch die Verschiedenheit der Geräte werden unterschiedliche Vorlieben bedient, so dass für jeden etwas dabei ist. Das Basteln war ein schöner Zeitvertreib an Herbstnachmittagen, aber die Kinder müssen schon etwas Geduld mitbringen. Dafür lernen sie aber auch, dass sie sorgfältig arbeiten müssen, wenn ihr Gerät am Ende halten und funktionieren soll.
Ein Nachteil ist, dass die Papp-Gerätschaften fertiggebaut relativ viel Platz wegnehmen, weil sie natürlich auch nicht gedrückt werden dürfen. Aber wenn man auf einem Schrank etwas Platz hat geht das.

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Die Geräte sind natürlich auch nicht unendlich haltbar und vergniedeln nach häufigem Gebrauch vermutlich. Erstmal waren sie bei uns aber ganz widerstandsfähig, aber nach Lebensende können sie dann zumindest ins Altpapier.

Jump ’n Run


Ich habe sie übrigens auch mal Kirby spielen lassen, obwohl ich da leichte Bedenken hatte, dass sie dem Spielwahn verfällt. Zu meiner allergrößten Überraschung hat sie das aber gar nicht angefixt. Sie hat sich wieder riesig aufgeregt, wenn was nicht geklappt hat (soweit hab ich mich erkannt), so dass wir es dann erst nochmal ad acta gelegt haben. Dann hatte ich es ihr nochmal angeboten und erklärt und vorgespielt, aber sie wollte es trotzdem nicht noch einmal versuchen. Jump ’n Run war ihr anscheinend noch etwas zu komplex, das verschieben wir daher auf später.
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Die nächste Generation

Nach unserer Testphase sind wir zu dem Entschluss gekommen, unsere alte Wii durch eine Switch zu ersetzen. Es soll aber tatsächlich schon in diesem Jahr eine verbesserte Version der Switch auf den Markt kommen, so dass wir den Release auf jeden Fall noch abwarten. Darüber, was genau geändert werden soll, kursieren bisher nur Gerüchte. Bisher gab es bereits Spekulationen über einen neuen Bildschirm und energieeffizientere Leistung, zuletzt hieß es auf Gamona aber auch, dass die neue Switch deutlich kleiner werden könnte.
Das aber nur als kleiner Tipp, falls Ihr jetzt auch angefixt seid.

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