Größenlabel für Selbstgenähtes

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Jeder, der gerne Kleidung für Kinder näht, wird irgendwann an den Punkt kommen, an dem man sich denkt: Es wäre praktisch, wenn ich ein Größenlabel in dem guten Stück unterbringen könnte!
Solange man nur für die eigenen Kinder näht, kann man sich die Größe vielleicht noch merken. So ungefähr. Zumindest solange es nur ein Kind trägt. Wenn man etwas verschenkt ist es sowieso gut, wenn eine Größe angegeben ist, damit es auch zum richtigen Zeitpunkt in den Schrank wandert.
Größenangaben im Kleidungsstück sind außerdem auch für den ein oder anderen hilfreich, weil so vorne und hinten klar definiert ist.

Plotterlabel

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um das Nähwerk mit einer Größe zu versehen. Ganz einfach hat man es, wenn man einen Plotter besitzt, dann macht man sich sein Label einfach selber. Die Plotterdateien dafür gibt es u.a. auf Dawanda.

Auf Dawanda gibt es aber auch fertig geplottete Größenlabel zum Einbügeln. Das gute daran ist, dass man sich da die Größen nach Wunsch zusammen stellen kann. Die habe ich selber noch nicht ausprobiert, weil Aufgebügeltes im Allgemeinen bei mir nicht optimal hält und ich die Optik nicht so mag.

Stoffetiketten

Es gibt aber auch fertige Webetiketten mit Größen oder auch Altersangaben. Die Altersangaben machen für mich nur bedingt Sinn, da Kinder ja deutliche Größenunterschiede haben. Webetiketten mit Größenangaben gibt es entweder mit nur einer Größe oder mit Doppelgrößen. Wenn man immer nur für Neugeborene näht und dann immer nur in Größe 62, dann macht es vielleicht Sinn, sich eine Rolle nur mit dieser Größe zu bestellen. Da ich aber querbeet nähe und gar nicht so viele Etiketten in einzelnen Größen brauche, habe ich mir, als ich in Bergedorf im Lager von Alles für Selbermacher war, Doppelgrößen in 10er Packs mitgenommen.

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Eine gute Alternative sind auch Blankoetiketten, gerade wenn man wirklich Größelabel, Größenetiketten, blanko, Prym, Textilmarkernur wenig näht. Auf Ebay (bei Hoedtke-Vertrieb) habe ich Etiketten gefunden, auf denen nur „Größe“ steht und auf die man dann selber ganz individuell die Größe einträgt. Die habe ich zusammen mit dem Textilmarker von Prym gekauft und das ist eine gute Kombination gewesen. Auch nach vielen Wäschen ist die Schrift immer noch sehr gut lesbar.

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Bezüglich des Einnähens der Größenlabel kann ich nur dazu raten, nicht zu versuchen, die Label beim Zusammennähen mit zu fassen. Dabei kann es leicht passieren, dass man die Etiketten falsch herum und völlig schief einnäht. Deutlich einfacher ist es, wenn man die Schildchen nachträglich annäht.

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Größenstempel

Alternativ kann man die Größen auch in die Kleidung stempeln. Ich habe bei Tiger Zahlenstempel und ein Textilstempelkissen gekauft. Das gute daran ist, dass man die Zahlen völlig frei zu Kinder- und Erwachsenengrößen zusammensetzen kann. Nicht so schön ist, dass man nicht nur die Zahlen stempelt, sondern leider auch immer viel von dem umgebenden Kästchen. Die Farbe wäscht sich leider auch aus, aber man kann die Größe ziemlich lange erkennen. Hat zumindest immer gereicht bei uns. Es gibt aber z.B. bei Peppauf.de vorgefertigte Stempel mit Doppelgrößen.

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Mit Textilfarbe kann man natürlich ebenfalls den Stempel bestreichen oder die Größe direkt in das Kleidungsstück pinseln. Meine Textilfarbe von Stoff und Still verwäscht auch nur leicht, man muss aber aufpassen, dass man nicht zuviel Farbe aufträgt, da die Farbe sonst durchdrückt.

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Ihr seht also, es gibt mehrere schöne Möglichkeiten Eure selbstgenähten Sachen mit Größenlabels zu versehen. Meistens nähe ich Stofflabel in Hosen ein und stempel die Größe in Oberteile ein. Das liegt hauptsächlich daran, dass man die Stofflabel in Oberteile schwieriger unsichtbar einnähen kann.
Ich war auf jeden Fall immer dankbar, wenn etwas Selbstgemachtes bei uns auf die zweite Trägerin übergegangen ist und die Größe angegeben war. Spätestens dann hatte ich nämlich immer überhaupt keine Ahnung mehr, für welche Größe ich das genäht hatte.
Schieben wir es auf die Stilldemenz…

 

2 Kommentare

  1. Eine schöne Zusammenstellung. Ich bin auch schon länger auf der Suche nach der optimalen Lösung für mich. Nachdem bedruckbare Etiketten den Waschtest nicht überstanden haben bin ich im Moment auch bei Stempeln. Ich versuche möglichst wenig Farbe nur auf die Zahl auszutragen, dann sieht man den Rahmen nicht so. Aber leider wäscht sich die Farbe bei mir auch mit der Zeit etwas raus. Bei eigenen Teilen stempel ich dann bei Bedarf einfach noch mal nach. Und für den Fall das man garnix mehr sieht habe ich mir für alle Nähwerke eine Excel-Liste erstellt wo ich das Teil mit Schnittmuster, Größe und Stoffinfos nach Datum sortiert aufliste. Ist auch so eine schöne Übersicht über alles was man schon mal genäht hat.

    • Hallo Catrin,
      die Übersichtsliste ist auch eine schöne Idee. Das werde ich auch mal ausprobieren! Mal gucken, ob ich planvoll genug dafür bin.
      Liebe Grüße
      Lena

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