Reiseetui mit Stoff bezogen

Reiseetui Pattydoo Stoff Hawaii Geschenk nähen

Meine Schwägerin wollte mit ihrem Mann für ein Jahr einen Trip mit einem Camper durch die USA machen. Als Abschiedsgeschenk habe ich ihnen deshalb das Reiseetui von Pattydoo genäht. Allerdings ist das Freebook für Kork oder Kunstleder vorgesehen und ich wollte das Reiseetui gerne mit Stoff beziehen. Da die beiden sich auf Hawaii kennengelernt haben, hatte ich an die Kamehameha-Linie von Hamburger Liebe gedacht. Die war aber im Außenlager, als ich deswegen bei Glücksmarie war. Zum Glück habe ich dann aber den Hawaii-Stoff mit den Bullis gefunden, der noch viel besser passt!

Anpassungen bei der Verwendung von Webware

Zunächst muss man beim Zuschnitt daran denken, an allen Kanten des Stoffes eine Nahtzugabe hinzuzufügen. Ich habe mit 1 cm gearbeitet.
Da Kork und Kunstleder stabiler sind als Stoff, habe ich die Webware mit Vlieseline H250 verstärkt.

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Fransende Lasche

Leichte Probleme haben mir leider die Ecken bereitet. An der Lasche habe ich einfach mal ausprobiert, ob es funktioniert, wenn man die Nahtzugabe diagonal abschneidet. Das war nicht so klug, da so die Ecken ausfransen. Bei allen weiteren Ecken bin ich dann dazu übergegangen, die Ecken wie Briefecken einzuklappen. Ich habe sie also wie Briefecken gefaltet, festgeklammert und auf den Gegenpart genäht. Das hat dann zum Glück besser funktioniert.
An den Rundungen der Fächer habe ich einige dreieckige Einschnitte gesetzt, damit sich der Stoff nicht knüllt.

Arbeiten mit Snappap

Snappap ist eine Papier-Kunststoff-Mischung, die ungewaschen die Optik von Pappe hat und gewaschen eher wie Leder aussieht. Für das Reiseetui habe ich mich entschlossen, es ungewaschen zu verwenden. Snappap eignet sich prima für Taschenprojekte, da es reißfest und wasserabweisend ist. Ich war zugegebener Maßen etwas skeptisch, ob meine Nähmaschine so viele Lagen Stoff, Vlieseline und Snappap schafft, aber das hat sie ganz brav gemacht.
Leider hatte ich zum Einsetzen des Reißverschlusses kein doppelseitiges Klebeband da, aber mit ordentlichem Festhalten und ganz langsamen Nähen hat es auch so geklappt.

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Vor dem Zusammennähen

Bei der Verarbeitung muss man darauf achten, dass man keine Nadeln zum feststecken verwendet, da sich die Löcher, die die Stecknadeln machen, nicht wieder schließen. In dieser Beziehung verhält sich Snappap wie Wachstuch. Man benötigt also jede Menge Klämmerchen. Wenn man beim Festklammern sorgfältig arbeitet, macht das nachfolgende Zusammennähen zum Glück wenig Probleme.

Fazit

Es ist etwas mehr Arbeit, das Reiseetui mit Stoff zu nähen statt mit Kork oder Kunstleder, aber mit dem Ergebnis bin ich dennoch sehr zufrieden. Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn man gerne einen bestimmten Stoff verwenden möchte, auch wenn es etwas friemelig ist.

Die Reise

Da es leider mit dem Visum für die USA nicht so geklappt hat, wie die Beschenkten sich das vorgestellt haben, macht das Reiseetui jetzt voraussichtlich einen Trip durch Kanada, Mexiko und Südafrika. Wenn euch eine chaotische Reise mit garantiert fabelhaften Bildern und Hund interessiert, könnt Ihr die Shellbergs auf ihrem Travel Blog begleiten. Ich bin auf jeden Fall gespannt!

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