Weihnachtsanhänger aus Salzteig

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Dieser Blogpost wäre überhaupt nicht entstanden, wenn ich mich beim Basteln mit Salzteig nicht so über das Internet geärgert hätte. Und über mich.

Mit meiner Tochter möchte ich gerade in der Vorweihnachtszeit gerne die Dinge zusammen machen, die mir als Kind besonders viel Spaß gemacht haben. Basteln mit Salzteig fand ich immer super. Man konnte kneten, mit Förmchen ausstechen und die Sachen dann auch noch einfach mit Tusche bemalen. Dazu kam das wohlige Ekeln, wenn man den Teig probiert hat.
Für Mütter hat das Material ebenfalls Pluspunkte. Die Zutaten hat man grundsätzlich im Haus, sie sind preiswert und die Kinder können „Plätzchen“ ausstechen und verzieren, ohne dass sie einen Zuckerschock erleiden.

Der Fehlschlag

Ich habe also ein Rezept für Salzteig gesucht. Der erste Link der Googlesuche hat mich zu einem Rezept von Löwenzahn geführt. Löwenzahn ist natürlich nicht mehr das Gleiche wie früher, hat aber bei mir noch einen von Peter Lustig hart erarbeiteten Vertrauensvorschuss. Daher habe ich mich entschlossen, das Rezept zu benutzen.
Eine Pinterestsuche nach Salzteig-It-Pieces hat mir dann auch noch ein dutzendmal das obige Rezept auf den Schirm geworfen. „Wenn es im Internetz steht, muss es wahr sein!“, sagt schon ein altes chinesisches Sprichwort. Ich hätte also Stein und Bein geschworen, dass das Rezept funktioniert. Ja, ja, das Internetz.
Das Rezept, das ich so unbedarft übernommen habe, ist leider ziemlicher Mist.
Es kommen 1 Teil Salz auf 1 Teil Wasser und 2 Teile Mehl. Fühlt sich gut an, soweit man das nach 30jähriger Salzteigabstinenz beurteilen kann, ist aber leider zuviel Wasser. Der Schneemann den meine Grosse gleich enthusiastisch geknetet hat, ist sehr traurig in sich zusammengeschmolzen. Um Anhänger auszustechen, die sich auch von der Unterlage lösen lassen, musste man permanent nachmehlen und Teig ziemlich dick ausrollen. Es war also doof und die Weihnachtswichtelstimmung dahin.

Nach der angegeben Trockenzeit von einem Tag und einem halben Tag bei 50° im Ofen waren unsere Anhänger von hinten immer noch schön feucht. Ich muss aber auch gestehen, dass ich dachte, die Anhänger müssten auf der Rückseite wie vorne Aussehen – die werden aber hinten nicht so weiß. Ich habe dann auf jeden Fall den Ofen mal etwas aufgedreht. Dann waren die Anhänger allerdings ganz schön knusprig auf der Rückseite, aber immerhin trocken.

Nochmal richtig

Auf weiteren Seiten die Google bei der Suche nach „Salzteig“ auswirft, ist dann übrigens auch teilweise von „wenig Wasser“ oder einer „1/2 bis 1 Tasse Wasser“ die Rede. Leider waren die Seiten so unansehnlich und von Werbung durchsetzt, dass ich die dummerweise im ersten Anlauf gleich wieder weg geklickt habe.

Nach dem ersten frustrierenden Versuch, habe ich dann unter Laborbedingungen (als die Kinder im Bett waren) den perfekten Salzteig hergestellt. Dabei habe ich festgestellt, dass man mit gut einer halben Tasse Wasser auf der sicheren Seite ist. Nach Bedarf gibt man dann weiter langsam Wasser zu, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Der Teig sollte geschmeidig, aber nicht matschig sein. Wozu jemand Öl in den Teig mischt, weiß der Teufel, möglicherweise für eine noch knusprigere Rückseite. Durch ordentliches Kneten wird der Teig auch ohne Öl  sehr schön geschmeidig, lässt sich super verarbeiten und etwaige Aggressionen hat man auch abgebaut.

Korrekt und absolut zur Weiterverbreitung per Pinterest geeignet ist also folgendes Rezept:

 

Außerdem habe ich auf Pinterest eine kleine Sammlung für euch zusammengestellt mit Ideen für Salzteigteilchen, die sich auch mit Kindergartenkindern schon gut zusammen herstellen lassen. Übrigens auch ideal für Last-Minute-Weihnachtsgeschenke ;).

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