Taschen-Sew-Along September: Kosmetiktäschchen mit SnapPap

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Für den September war die Aufgabe beim Taschen-Sew-Along „SnapPap, Kork und Co.“. Also etwas ungewöhnliche Materialien zum Nähen. Ich habe mich dazu entschieden SnapPap von Snaply für ein einfaches Kosmetiktäschchen zu verarbeiten. Das habe ich schon einmal genutzt für das Reiseetui von Pattydoo und fand es sehr angenehm in der Verarbeitung. Damals hatte ich es nicht gewaschen und wollte jetzt mal ausprobieren, wie sich SnapPap nach dem Waschen verhält.

Das Schnittmuster

Es gibt ungefähr eine Million Freebooks für Kosmetiktäschchen, die mehr oder minder detailliert sind. Ich habe mich für die Anleitung von Hansedelli entschieden und kann sie für Anfänger sehr empfehlen. Jeder Nähschritt ist ausführlich bebildert und es wird auch ordentlich versäubert. Als ich angefangen habe, Taschen zu nähen, habe ich mich tatsächlich gefragt, wieso die Stoffränder in den Anleitungen so gut wie nie versäubert werden. Ich google sowas dann gerne auch mal eine halbe Stunde, statt einfach zu machen. Die Antwort ist ganz einfach: Es hält meistens auch so. Gerade bei feinen Stoffen sollte man den Rand aber versäubern, damit einem der Stoff an der Naht nicht ausreißt. Bei Hansedelli bleiben also keine Fragen offen.

SnapPap

SnapPap ist eine Papier-Kunstoff-Mischung, die ungewaschen wie Pappe aussieht und gewaschen eine Lederoptik bekommen soll. Ich hab das SnapPap mit anderen Stoffen zusammen gewaschen und nur bei 600 Umdrehungen geschleudert. Snappap, gewaschen, ungewaschen, VergleichWie Du siehst, ist da ist nicht viel passiert und ich war etwas enttäuscht.

Das Aha-Erlebnis kam, als ich schon dachte, ich hätte die Größe der Wendeöffnung etwas kurz gewählt. Da musste ich das Täschchen nämlich sehr knautschen, um es durch die Öffnung zu bekommen und da ist das SnapPap nochmal ein gutes Stück zerknitterter und weicher und somit lederartiger geworden. Das geht jetzt etwas mehr in die Richtung, wie ich mir das erhofft hatte. Man kann SnapPap also gut per Hand noch einmal nachbearbeiten, wenn es nach dem Waschen noch nicht die erhoffte Struktur hat.Vögelchen, Stempel, Snappap, Kosmetiktäschchen

Was ich an SnapPap besonders toll finde, ist dass man es einfach beschriften kann. Das Täschchen werde ich verschenken und noch einen Namen aufstempeln. Testweise habe ich schon ein Vögelchen aufgestempelt und das klappt genauso, wie ich mir das vorgestellt habe.

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass das Ebook von Hansedelli sehr komfortabel für den Anwender aufbereitet ist. Ergänzen könnte man noch, dass man bei andersfarbigem Innenfutter ruhig einen passenden Unterfaden wählen kann, wenn man entlang des Reißverschlusses absteppt.
Kosmetiktäschchen, nähen, reißverschluss

Mit SnapPap muss ich noch ein bisschen herumexperimentieren, aber ich habe wieder festgestellt, dass dieses Material sich seht gut verarbeiten lässt.

Insgesamt mag ich mein kleines herbstliches Täschchen mit dem Fliegenpilzinnenfutter auch sehr, obwohl es nach dem Wenden wieder ganz anders daherkam, als ich das bei der Stoffauswahl gedacht hätte. Durch die Fütterung im oberen Bereich und dadurch, dass der dunkle Kokka-Stoff oben ist, hat es erst etwas Kopflastig gewirkt, aber wir haben uns schon aneinander gewöhnt.

Noch mehr Schnittmuster vom Taschen-Sew-Along 2017 findest Du übrigens bei Pinterest – klick mal rein!

 

 

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